Not-Opfer-Hilfe Bona Fide e.V.  
 
  Kubuneh Nursery School in Gambia 24.08.2017 08:43 (UTC)
   
 

Wir unterstützen das Schulprojekt von
Karin Klaproth.


Hilfe für Schüler der Kubuneh Nursery School in Gambia.

 

    

    

Karin Klaproth - Meine ganz persönliche Geschichte
„Alles begann mit einer
Brieffreundschaft“ …..so schrieb die
NWZ am 29.08.2015.
Und so begann es 
wirklich im Jahre 1979.
Ich war 13 Jahre alt. Selbstverständlich meldete ich mich, als der Englischlehrer Interesse an einer Brieffreundschaft in englischer Sprache abfragte. Ich bekam einen kleinen Zettel mit der Adresse eines Mädchens namens Awa aus Gambia und verfasste aufgeregt einen ersten Brief. Meine Mutter erzählt noch heute, dass ich bei Erhalt meines ersten Antwortbriefes mit einem kleinen Passfoto einer kleinen Farbigen durch die Küche gehüpft sei. Wir schrieben uns daraufhin einige Male, jedoch wurden die Abstände größer und irgendwann brach der Kontakt gänzlich ab.
Im Jahre 2004 – rund 25 Jahre später - fanden meine beiden Töchter Imke und Lena die alten hellblauen Luftpostbriefe in meinem Schreibtisch. „Was ist das denn für dünnes Papier?“ fragten sie neugierig, ich holte den Globus und erzählte von meiner damaligen Brieffreundschaft. „Du kennst jemanden in Afrika?“ fragten sie ungläubig. Als ich das bestätigte drängten sie darauf, doch noch mal zu schreiben. Nach 25 Jahren war ich mir nicht sicher, ob das eine gute Idee sei. Doch die Kinder ließen nicht locker und es war ja auch pädagogisch sinnvoll, denn die beiden begannen in der Grundschule bereits mit dem ersten Englisch- Unterricht. So setzten wir uns gemeinsam hin und schrieben an Awa. Wir begannen mit den Worten „Do you remember, 25 years ago“. Einige Wochen später hüpfte ich wieder vor Freude durch die Küche. Ich bekam einen dicken Umschlag aus Gambia, aus dem viele Fotos der Familie sowie Briefe für meine Kinder und mich purzelten. Eine Mail-Adresse war ebenfalls dabei. Überrascht war ich, dass ihre beiden Kinder im gleichen Alter von meinen Kindern waren. Die Freude auch bei meinen Kindern war riesig. Der Kontakt lebte wieder auf, durch facebook und Mails wesentlich einfacher als noch viele Jahre zuvor. So vergingen einige Jahre. Als mich dann eine sehr kranke Freundin auf der Palliativstation erinnerte, mein Leben zu genießen, blitzte mir der Gedanke durch den Kopf, meine Brieffreundin in Gambia zu besuchen. Kurzentschlossen beantragte ich bei der Kollegin im Bürgerbüro erstmals einen Reisepass. Die war sehr erstaunt, denn die Grenzen unserer Region hatte ich bisher nicht allzu oft verlassen. Auf ihre Frage, wohin ich denn wolle, antwortete ich mit „Afrika“. Dieses verwirrte sie zunächst sehr. Doch dann hatte sie prompt eine Kollegin im Sinn, die bestimmt mit mir fliegen würde. So ergab es sich, dass ich schon drei Monate später mit meiner Kollegin im Flieger saß und erstmals einen anderen Kontinent besuchte. 2009 in Gambia verbrachten wir einen wunderschönen Urlaub. Wir hatten vorsichtshalber ein Hotel gebucht, verbrachten aber viel Zeit in der Familie der Brieffreundin Awa.  Fasziniert hat uns, dass das Leben sehr schwer, aber dennoch viel fröhlicher ist. Die Menschen dort haben kaum etwas, keine Krankenversicherung, keine Altersversorgung. Aber die Familien lassen niemanden hungern, sie kümmern sich um Schwächere, halten zusammen, lachen und tanzen viel. Für die Feier einer Taufe bekamen wir von der Familie bunte Kleider geschenkt und wurden zum Tanzen aufgefordert. Es war eine Erfahrung, die man gar nicht beschreiben kann. Das Schaf war bereits geschlachtet, viele Frauen waren mit dem Kochen beschäftigt. Große Musikboxen wurden aufgestellt. Nach dem Kochen zogen die Frauen ihre schicksten Kleider an und ließen sich die Haare frisieren. Dann wurde getanzt und alle amüsierten sich köstlich – wahrscheinlich auch ein wenig über uns zwei weiße, nicht so rhythmisch veranlagte Europäer. Während einer Tagestour besuchten wir die kleine Schule im Dorf Kubuneh. Der Schulleiter Malick Badjie berichtete, dass nicht alle Eltern ihre Kinder in die Schule  schickten. In der Regel seien esfinanzielle Gründe. Man habe eine Mittagsmahlzeit eingeführt, die überwiegend aus Spendengeldern finanziert würde. Aufgrund der warmen Mahlzeit würden viele Kinder in die Schule wollen. Unvorstellbar!
Durch eine Verkettung von Zufällen hatte ich Gelegenheit, mich im Jahre 2010 und auch 2011 jeweils an einer Tour mit Auto über Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien, Senegal bis Gambia zu beteiligen. Ich traf
meine Brieffreundin und besuchte auch wieder den Schulleiter in Kubuneh. Inzwischen war der Neubau der Schule fertig, für den sich der Däne Per Matthiesen stark macht. Kurzerhand fotografierte ich viele Kinder und ließ Brieffreundschaften zu einigen Kindern der Grundschule, in der ich derzeit als Schulsekretärin tätig war, entstehen. Wenig später organisierten die Kinder unserer Schule einen Bücherflohmarkt und ich konnte dem Schulleiter in Kubuneh 200,00 € überreichen. Der Schulleiter freute sich riesig und ließ von dem Geld Schultische und Schulbänke schreinern.
2015 In diesem Jahr plante ich eine Reise gemeinsam mit meiner Tochter Lena, die inzwischen 18 Jahre alt ist und ihr Abitur bestanden hat. Sie verzichtete auf den Abiball, damit wir gleich nach Zeugnisausgabe starten konnten und sie in Kubuneh noch eine Woche am Unterreicht teilnehmen konnte. Wir waren privat in der Familie des Schulleiters untergebracht und konnten das afrikanische Leben im Dorf Kubuneh hautnah miterleben.
Der Schulleiter und seine Frau Abbie haben gemeinsam einen 19jährigen Sohn. Mehr Kinder waren nicht geplant, wurde mir erläutert. Doch dann starb die Schwester und es wurde eine Nichte aufgenommen. Dann stritten sich der Bruder und seine Frau. Diese nahm drei ihrer fünf Kinder mit zu ihrer Mutter in den Senegal. Die zwei verbliebenen Kinder, zwei süße fröhliche Mädchen, wurden ebenfalls aufgenommen. Dann starb eine Freundin und auch deren Tochter wurde aufgenommen. So lebten wir drei Wochen mit dem Schulleiter, seiner Frau Abbie, dem Sohn Aleu und den vier Mädels gemeinsam auf dem Hof und wurden liebevoll versorgt. Meine Tochter nahm vormittags am Unterricht teil. Wir haben viele Familien im Dorf besucht. Es gibt leider viele Familien, die die Schulgebühren für die Kinder nicht aufbringen können. Hiervon betroffen ist z.B. auch die Familie des vorherigen Dorfvorstehers. Er verstarb vor zwei Jahren und hinterließ seine Frau mit sechs kleinen Kindern. Er hatte lediglich über Kopfschmerzen geklagt und in der Klinik konnte man nichts diagnostizieren. Seine Frau hat nun – aus Versorgungsgründen – wieder geheiratet und eines von sechs Kindern mitnehmen können. Fünf Kinder verblieben bei der Großmutter, die keine Rente bezieht und auf fremde Hilfe bezüglich der Versorgung der Kinder angewiesen ist. Wir saßen in dieser Familie inmitten der fünf Kinder. Es macht uns traurig, dass in dieser modernen Welt so tolle Kinder keine Möglichkeit haben, Schreiben und Lesen zu lernen, denn Schulbildung ist der einzige Weg diesen Kreislauf von Armut zu durchbrechen. Die Versorgung eines Kindes mit drei Schuluniformen, der Mittagsverpflegung für ein Jahr, den Schulbüchern, ein paar Schuhen sowie die Schulgebühren kosten umgerechnet nur 12,50 € im Monat. Meine Tochter und ich haben dann spontan in Gambia ein Bankkonto eingerichtet. Gemeinsam wollen wir nun ein kleines Projekt bezüglich der Übernahme von Patenschaften starten. Eine tolle Aufgabe! Wir hatten das große Glück, dass sich vor unserer Reise eine Spende ergab, die wir überbringen durften. Davon konnten wir vor Ort Kochtöpfe, Wassertonnen für Trinkwasser,
Behälter für Vorräte, Trinkbecher kaufen. Auch Stoff für 107 Schuluniformen konnten wir kaufen. Der Schneider wird die Uniformen während der Sommerpause anfertigen. Der Lohn ist gezahlt.  

Als pdf: Gambia - Bericht für Sponsoren

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