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  Dürre in Kenia 23.02.2012 05:20:07
   
 
Alle 6 Minuten stirbt ein Kind

SCHLIMMSTE DÜRRE SEIT JAHREN

Millionen Menschen und Tiere in Kenia bedroht

Die Erde ist aufgerissen, staubtrocken, kein Halm, kein Strauch weit und breit.

In Nord-Kenia und in anderen ostafrikanischen Ländern spielt sich derzeit eine Katastrophe ab: Nach wochenlanger Trockenheit herrscht eine der schlimmsten Dürren der vergangenen Jahre.


 

Ernten verdorren, Flussläufe und Seen trocknen aus – und Tier und Mensch leiden. Sollte es nicht bald regnen, so warnt die Umweltschutzorganisation African Conservation Fund, könnten allein in Kenia bis zu drei Millionen Nutztiere verenden. Schlimme Hungersnöte für die Menschen wären die Folge.




Im Frühjahr hatte es in Kenia zwar geregnet, aber das war nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. „Drei Regenzeiten in Folge sind ausgeblieben“, klagt Daniel Woodly von der kenianischen Naturschutzbehörde KWS. Eine Folge des Klimawandels, wie Umweltschützer schon lange warnen.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schätzt, dass das Land von einer der schlimmsten Dürren seit neun Jahren heimgesucht wird. Rund 3,8 Millionen Menschen, jeder zehnte Kenianer, seien auf Hilfe angewiesen. Andere Experten glauben, dass es so schlimm ist wie noch nie in den vergangenen 40 Jahren.




Rund eine halbe Million Menschen sind wegen der Trockenheit bereits geflüchtet – sogar ins Nachbarland Somalia, in dem ein Bürgerkrieg tobt.

In ihrer Not treiben Farmer ihre Herden in Nationalparks, in der Hoffnung, dort Futter und Wasser zu finden. Rund 200 000 Nutztiere sollen die Reservate derzeit bevölkern.

Doch auch in den Reservaten ist die Situation äußerst angespannt: In der Savannenlandschaft der Serengeti hat der Pegel des Flusses Mara, eine der Hauptwasseradern des Landes, einen historischen Tiefstand erreicht. (bild.de)

 



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